weiterlesen: „Das Gedicht als Märchenreich ist nicht mehr erhältlich“ – Neue politische Gedichte, herausgegeben von Tom Schulz

alles außer Tiernahrung

Lyrik

Autor:
Tom Schulz (Hg.)
Besprechung:
Frank Milautzcki

 

„Das Gedicht als Märchenreich ist nicht mehr erhältlich“ – Neue politische Gedichte, herausgegeben von Tom Schulz

Der Untertitel sagt es sehr genau: um neue politische Gedichte dreht es sich – um die Art wie sich unser verhunztes Gemeinwesen in die Sprechweise des Einzelnen mischt, und um den ganzen Scheiß, den wir als Menschenwerk in die Welt stellen und um den niemand drum herum kommt. Gute Lyrik ist gegenwärtig und sowieso politisch. Anwesenheit ist politisch und deshalb begrüßen Politik und Wirtschaft den entfernten (und auch entkernten) Menschen, der auf einem temperierten Platz vor seiner Konsole sitzt und verwickelt ist, ein jeder...

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weiterlesen: Hymnen auf eine erwachende Nation – die Grasblätter von Walt Whitman übersetzt von Jürgen Brôcan

Grasblätter

Gedichte

Autor:
Walt Whitman
Besprechung:
Thomas Hummitzsch

 

Hymnen auf eine erwachende Nation – die Grasblätter von Walt Whitman übersetzt von Jürgen Brôcan

Der amerikanische Schriftsteller Walt Whitman (1819–1892) gilt als Begründer der modernen amerikanischen Dichtung. Ohne sein Lebenswerk »Grasblätter« wäre T.S. Eliots Langgedicht »Das öde Land« wohl kaum denkbar. Nicht umsonst wird Whitman als der amerikanische Homer und Dante Amerikas verehrt. Seine prosaischen, freien Verse haben die amerikanische Literatur geprägt, wie kein zweites dichterisches Werk. Aber auch auf den europäischen Expressionismus hat Whitmans Lyrik einen wesentlichen Einfluss gehabt...

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weiterlesen: Stockschwarz ohne Licht im Dunkel - Christoph Meckel erinnert an Peter Huchel

Hier wird Gold gewaschen

Prosa

Autor:
Christoph Meckel
Besprechung:
Volker Strebel

 

Stockschwarz ohne Licht im Dunkel - Christoph Meckel erinnert an Peter Huchel

„Erinnerungen an Peter Huchel“ lautet der Untertitel dieses schön aufbereiteten Bändchens, das von Christoph Meckels Freundschaft mit Peter Huchel (1903-1981) berichtet. Es war eine besondere Beziehung, immerhin trennte die beiden ein Altersunterschied von drei Jahrzehnten. Die frühesten Erinnerungen des 1935 geborenen Christoph Meckel an Peter Huchel stammen aus den 1930er-Jahren. Christoph Meckels Vater Eberhard war bereits mit Peter Huchel befreundet. Gemeinsam mit Günter Eich, dem dritten im Bunde, waren die jungen Schriftsteller...

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weiterlesen: Schnurrpfeifereien auch digital – die gesammelten Werke Wilhelm Buschs

Gesammelte Werke

Gedichte und Zeichnungen

Autor:
Wilhelm Busch
Besprechung:
Willem Warnecke

 

Schnurrpfeifereien auch digital – die gesammelten Werke Wilhelm Buschs

Am 8. Januar 1908 starb Wilhelm Busch, im Alter von 75 Jahren, in Mechtshausen, dem letzten seiner Refugien. "Max und Moritz" erfuhren zu diesem Zeitpunkt bei einer knappen halben Million verkaufter Exemplare bereits die 65. Auflage (ab der 100. Auflage, die 1937 erreicht wurde, stellte man die Zählung ein), Querelen um einige seiner Werke waren inzwischen zu seinen Gunsten beigelegt - "Der heilige Antonius von Padua" hatte ihm ab 1870 Prozesse wegen "Herabwürdigung der Religion und Erregung öffentlichen Ärgernisses...

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weiterlesen: Wie Gedichte entstehen – Norbert Hummelt und Klaus Siblewski erzählen aus der Praxis

Wie Gedichte entstehen

Lyrik

Autoren:
Norbert Hummelt, Klaus Siblewski
Besprechung:
Frank Milautzcki

 

Wie Gedichte entstehen – Norbert Hummelt und Klaus Siblewski erzählen aus der Praxis

Wie kommt es zum Gedicht? Wie findet es aus der Idee hinaus in ein Buch. Das ist eine sehr persönliche Frage und der Lyriker Norbert Hummelt und der Lektor Klaus Siblewski beantworten sie uns in einem rundum ehrlichen, praxiserprobten, weisen Buch. Sie geben diesmal nicht nur die unsichtbaren gedanklichen und poetologischen Stützgerüste wieder, mit denen man das Gedicht errichtet, sondern finden Worte für das Unwegsame des Grundstücks, die leeren oder übervollen Flächen, die Planken und Anker, das Stahlrohr, das Handwerk und die Pausen...

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weiterlesen: Wie ein Roman unter seiner Übersetzung leidet – Bitterfotze der Schwedin Maria Sveland

Bitterfotze

Roman

Autor:
Maria Sveland
Besprechung:
Christine Becker

 

Wie ein Roman unter seiner Übersetzung leidet – Bitterfotze der Schwedin Maria Sveland

Allein vom Titel her scheint der Roman auf einen Verkaufstisch mit Büchern über Porno-Feminismus und Alpha-Mädchen zu passen: Bitterfotze der Schwedin Maria Sveland. Er weckt die Hoffnung auf eine vulgäre Emanzenlektüre, hält aber keineswegs, was er scheinbar verspricht, denn nicht einmal ansatzweise geht es in dem Roman – der eigentlich eine hybride Form aus Roman, Autobiographie und Reportage ist – um Sex à la Feuchtgebiete. Nicht einmal um schnöden Sex geht es...

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weiterlesen: »Formen statt Formeln« oder wie man Lyrik gerecht wird – Karen Leeder lud ein die Schaltstelle Lyrik zu untersuchen

Schaltstelle. Neue deutsche Lyrik im Dialog.

Lyrik

Autor:
Karen Leeder (Hg.)
Besprechung:
Juliane Schöneich

 

»Formen statt Formeln« oder wie man Lyrik gerecht wird – Karen Leeder lud ein die Schaltstelle Lyrik zu untersuchen

Dieser Band zur "neuen Lyrik" beeindruckt nicht nur durch kundige und fundierte Analysen, sondern auch durch eine gelungene Kombination von wissenschaftlichen Beiträgen und umfassender Bibliographie auf der einen sowie einem Interview mit Heinz Czechowski und aktuellen Gedichten zeitgenössischer LyrikerInnen auf der anderen Seite. Zeitgenossenschaft und "neue Lyrik" werden dabei nicht mit den kontrovers diskutierten "LyrikerInnen von Jetzt" (Björn Kuhligk und Jan Wagner: Lyrik von Jetzt. Köln sowie Lyrik von Jetzt 2)...

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weiterlesen: Ein wundervoller Gedichtband, den keiner kennt – „Die Fähre“ von Klaus Martens

Die Fähre

Gedichte

Autor:
Klaus Martens
Besprechung:
Frank Milautzcki

 

Ein wundervoller Gedichtband, den keiner kennt – „Die Fähre“ von Klaus Martens

Der Großvater stürzt durch den Leib eines Schiffes und zerschlägt auf dem Boden. Die Großmutter versinkt mit Verbandszeug in der Hand im Meer während des ersten Weltkriegs. Der Vater ist fremd und gehört nicht hierhin, in den Nordwesten von Bremen. Aber die Kindheit kann zaubern, weil sie noch nichts übersieht. Die Mudder Klodt nicht beispielsweise, die in Kopftuch und schwarzem Rock ihre Waren schwer auf dem Rad zum nahen Markt schiebt. Sie kommt quietschend aus den Brennesselwiesen hinter dem zerbombten Haus...

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weiterlesen: Jenseits der goldenen Scheißhäuser – Bukowskis Lesung im Jahr 1978

Hello! It’s good to be back!

CD

Autor:
Charles Bukowski
Besprechung:
Frank Lukaszewski

 

Jenseits der goldenen Scheißhäuser – Bukowskis Lesung im Jahr 1978

Welchen Sinn hat eigentlich das Leben? Eine Frage, die nicht alleine in die akademischen Elfenbeintürme der Philosophie und schon gar nicht in den Schoß der katholischen Kirche unter Leitung des „scheinheiligen Vaters“ (Udo Lindenberg) gehört. Sie ist existenziell für fast jeden denkenden Menschen und nicht selten ständig präsent. Aber wer hat sie beantwortet, wer kann sie überhaupt beantworten? Was ist also der Sinn? Die tägliche Tretmühle? Job, Aufstieg, Frau, Haus, Kinder, besserer Job, neues Haus, neue Frau, neue Kinder? ...

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weiterlesen: Fremde Freunde - Uljana Wolfs neue Prosagedichte erreichen nicht die sinnliche Wirkung des Debüts

Falsche Freunde

Gedichte

Autor:
Uljana Wolf
Besprechung:
Andreas Hutt

 

Fremde Freunde - Uljana Wolfs neue Prosagedichte erreichen nicht die sinnliche Wirkung des Debüts

In einer Zeit, in der die christliche Religion, politische Ideologien und philosophische Strömungen an allgemeiner Gültigkeit eingebüßt haben, ist Sprache vielleicht das einzige sinnstiftende Konstrukt des Menschen, das als solches noch weitgehend Glaubwürdigkeit besitzt. Folgerichtig haben sich in den letzten Jahrzehnten viele Lyriker mit innersprachlichen Bezügen befasst, angefangen mit den Vertretern der konkreten Poesie bis hin zu Thomas Kling, Oskar Pastior oder Ulf Stolterfoht. Auch die Peter-Huchel-Preisträgerin Uljana Wolf...

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weiterlesen: Ein Roman wie Aspirin für Liebeskranke – Orhan Pamuks „Museum der Unschuld“

Das Museum der Unschuld

Roman

Autor:
Orhan Pamuk
Besprechung:
Jürgen Weber

 

Ein Roman wie Aspirin für Liebeskranke – Orhan Pamuks „Museum der Unschuld“

"Wenn die Dinge, wegen der wir uns schämen, in einem Museum ausgestellt sind, werden sie sogleich zu etwas, worauf man stolz sein kann.", sagt Kemal am Ende des Romans zu seinem treuesten Zuhörer und fürwahr gibt es eigentlich nie einen Grund, sich für seine Gefühle zu schämen, solange sie aufrichtig und echt sind. Orhan Pamuk, der "Anthropologe der Liebe", der in seinem hier 2008 erschienen Buch auch sich selbst eine kleine Nebenrolle zugedacht hat, hatte in den Siebziger Jahren eigentlich Architektur studiert...

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weiterlesen: Die Wahrheit kann ein Raubtier sein – ein neuer Gedichtband von Heinrich Ost

In Trümmern Spiegelglas

Gedichte

Autor:
Heinrich Ost
Besprechung:
Frank Milautzcki

 

Die Wahrheit kann ein Raubtier sein – ein neuer Gedichtband von Heinrich Ost

„Verleger wird man wahrscheinlich, wenn man die Bücher, die man gerne lesen würde, nirgends findet.“ mutmaßte Florian Neuner in seinem Portrait der Corvinus Presse. Die dort erscheinenden Bücher sind wie Flugschriften aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt und sind doch Gegenwart, die sagt, wir dürfen uns mühen und liebevoll umgehen mit unseren Dingen. Es ist längst nicht verboten beteiligt zu sein, an dem was man tut. Ein Buch ist mehr als ein gedrucktes Element. Es ist der Ort eines elementaren Geschehens...

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weiterlesen: Bits of philosophic history repeated - Michael Tomasello erläutert „Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation“

Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation

Sachbuch

Autor:
Michael Tomasello
Besprechung:
Willem Warnecke

 

Bits of philosophic history repeated - Michael Tomasello erläutert „Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation“

Welche Art von Argumentationen erwartet man in einem Buch zu den Ursprüngen der menschlichen Kommunikation zu finden? Insbesondere, wenn es vom Direktor der Abteilung für „Vergleichende und Entwicklungspsychologie“ des Leipziger „Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie“ stammt: Dort werden „die kognitiven und sozial-kognitiven Prozesse bei Menschen und den ihnen eng verwandten Primaten“ anhand von menschlichen Kindern, Affen und Hunden erforscht...

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weiterlesen: Selbstgespräche über Bäume – neue Gedichte von Andreas Altmann

Das zweite Meer

Gedichte

Autor:
Andreas Altmann
Besprechung:
Henning Heske

 

Selbstgespräche über Bäume – neue Gedichte von Andreas Altmann

„Was sind das für Zeiten, wo / Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist / Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!“ Dieses Zitat aus seinem Gedicht „An die Nachgeborenen“, das uns der miesepetrige Bertolt Brecht gleichsam ins Stammbuch geschrieben hat, wirft auch heute noch einen kräftigen Schatten auf die Naturlyrik, insbesondere die deutschsprachige. Nichtsdestotrotz arbeiten sich eine Reihe von zeitgenössischen Autoren sehr ernsthaft an diesem Gebiet ab...

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weiterlesen: Facetten des Spiegels – die Gedichte um das Ende des Klagens von Margot Beierwaltes

Das Ende des Klagens

Gedichte

Autor:
Margot Beierwaltes
Besprechung:
Klára Hurková

 

Facetten des Spiegels – die Gedichte um das Ende des Klagens von Margot Beierwaltes

Die Gedichtsammlung Ende des Klagens von Margot Beierwaltes erschien 2004 als vierter Lyrikband in der Edition YE, herausgegeben von Theo Breuer in Sistig, und war die erste Buchveröffentlichung der in Nürnberg lebenden Autorin. Die Gedichte zeichnen sich durch starke, klare Bilder und Metaphern aus, die in einer kühnen, eleganten Sprache abgefasst sind und sowohl die alltäglich-reale als auch die spirituelle Ebene thematisieren...

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weiterlesen: Inseln der verlorenen Zeit – Reiseberichte von Joachim Sartorius

Prinzeninseln

Prosa

Autor:
Joachim Sartorius
Besprechung:
Henning Heske

 

Inseln der verlorenen Zeit – Reiseberichte von Joachim Sartorius

Wer kann sich dem Zauber entlegener Inseln schon entziehen? Zumindest keiner, der in seiner Jugend „Robinson Crusoe“ gelesen hat. Allein der Name „Die Prinzeninseln“ weckt märchenhafte Vorstellungen, welche die vor der asiatischen Westküste der Türkei gelegene Inselgruppe Kizil Adalar jedoch nur teilweise einzulösen vermag.
Der  1946 geborene Lyriker Joachim Sartorius ist dem Lockruf dieser Inseln gefolgt, hat sich mehrere Wochen in einem mondän anmutenden Hotel eingenistet, die Inseln erkundet...

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weiterlesen: Russland auf der Couch – und greifbar nah in Viktor Jerofejews Essays

Russische Apokalypse

Prosa

Autor:
Viktor Jerofejew
Besprechung:
Thomas Hummitzsch

 

Russland auf der Couch – und greifbar nah in Viktor Jerofejews Essays


Russland war einst das Traumziel der europäischen Avantgarde. Moskau und Sankt Petersburg waren einstmals Zentren europäischer Intelligenz und kritischen Denkens. Inzwischen hat die allgemeine Beklemmung Russland fest im Griff, auch wenn die politische Atmosphäre unter Präsident Dimitri Medwedew nicht mehr ganz so angespannt scheint, wie unter der harten Hand Wladimir Putins.Während dessen Präsidentschaft sind die unumstößlich klugen, gewitzten und um keinen Deut geschönten Texte des russischen Autors Viktor Jerofejew entstanden...

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weiterlesen: Spurensuche auf der Reise nach Unterkralowitz – der neue Roman von Manfred Chobot

Reise nach Unterkralowitz

Roman

Autor:
Manfred Chobot
Besprechung:
Helmuth Schönauer

 

Spurensuche auf der Reise nach Unterkralowitz – der neue Roman von Manfred Chobot

Von außen betrachtet sind Familien immer Stoff für eine Komödie, von innen gesehen sind sie pure Tragödien. Manfred Chobots Reise nach Unterkralowitz ist auf den ersten Blick eine Familiengeschichte über vier Generationen. Wenn man sich aber auf die jeweilige Generation einlässt, so entdeckt man jede Menge Alltagsgeschichte, welche elegant in der Weltgeschichte versteckt ist.
Die erzählende Hauptachse gilt der 68er Generation. Der Ich-Erzähler wird Vater und treibt damit das Schwungrad der Generationen an...

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weiterlesen: „Des wird a Dichta“ – lyrische verbarien von H.C. Artmann

Sämtliche Gedichte

Gedichte

Autor:
H.C. Artmann
Besprechung:
Michaela Schmitz

 

„Des wird a Dichta“ – lyrische verbarien von H.C. Artmann

„Des wird a Dichta“, hatte die Mutter bereits in ihrer Schwangerschaft prophezeit. Sie sollte Recht behalten. Der 1921 als Sohn eines Schuhmachermeisters im Wiener Stadtteil Breitensee geborene Hans Carl Artmann war früh entschlossen, sowohl Dichter als auch Rebell zu werden. Der erste rebellische Impuls: Als Hauptschüler beginnt Hans Carl, sich mit exotischen Sprachen zu beschäftigen. „Assyrisch habe ich mit vierzehn angefangen, und Malaiisch ...“ Frühe dichterische Experimente...

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weiterlesen: Der Dichter und seine Bewunderer – Paul Celans Briefwechsel mit Klaus und Nani Demus

Briefwechsel mit Klaus und Nani Demus

Briefe

Autor:
Paul Celan
Besprechung:
Peter Engel

 

Der Dichter und seine Bewunderer – Paul Celans Briefwechsel mit Klaus und Nani Demus

In demselben Maße wie Literaturwissenschaftler nach dem Tode Paul Celans im Jahr 1970 über dessen Lyrik interpretierend hergefallen sind, scheint der Einfluß des Dichters auf die Generationen nachfolgender Autoren geschwunden zu sein. Die Germanisten haben seine schwer zugänglichen Texte durch die Mangel ihrer diversen „Ansätze“ gedreht, ohne wirklich „Land zu sehen“, und die immer wieder herangezogene „Todesfuge“ ist gar Pflichtlektüre an den Schulen, aber ansonsten gilt...

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